KZ-Gedenkstätte Moringen

Mitten in der südniedersächsischen Kleinstadt Moringen bestanden zwischen 1933 und 1945 drei Konzentrationslager.

Moringen (ist) aufgrund seiner besonderen Geschichte ein Erinnerungsort mit exem- plarischem Charakter und von nationalem Rang. (F. Heiligenstadt)
Ich kann nur bewundern, dass sich heut´ junge Menschen dafür interessieren, was mit uns jungen Menschen damals geschehen ist. (K. Schindler)

In der KZ-Gedenkstätte Moringen arbeiten jugendliche Freiwillige gemeinsam mit ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen.

 

 

Wir nehmen uns Zeit, Ihren Besuch der Gedenk-stätte individuell zu planen. Gern beraten wir Sie auch über unsere ortsungebundenen Angebote.

Ich schätze besonders die engagierte Arbeit der Gedenkstätte mit Jugendlichen, um die Erinnerung an diesen Ort der Unterdrückung wachzuhalten. (S. Karnehm-Wolf)

Unser Archiv steht ehemaligen Häftlingen, Schülern und Forschenden offen. Eine
Datenbank erleichtert uns den Zugriff.

Anfragen von Angehörigen ehemaliger Häftlinge nehmen stetig zu. Schicksalsklärung ist ein wichtiges Feld unserer Arbeit. (D. Sedlaczek)

Neuigkeiten und Veranstaltungen

 

Neue Ausstellung und Präsentation

Präsentation und Ausstellung zur Ankunft der Häftlinge und Einführung in die Geschichte der Moringer Konzentrationslager

Neues Theaterstück zur Verfolgung der Swing-Jugend

Doku Musik Theater "Swing heil!"

PM der AG der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland und des FORUM der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland v. 5.5.2017

Erinnerungskultur und historisch-politische Bildung stärken – Gedenkstätten an den Orten des NS-Terrors fordern größere Anstrengungen für Aufarbeitung und Vermittlung und ein Ende der Ungleichgewichte.

 

 

Samstag, 10. Juni 2017, 15 Uhr

Öffentliche Führung durch die neue Ausstellung und Präsentation sowie zum Gräberfeld

Mit Nina Eimer (Bitte anmelden)
Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

 

Freitag, 16. Juni 2017, 16 Uhr

Führung zu Zeuginnen Jehovas im Frauen-KZ Moringen

Mit Jakob Fesca (Bitte anmelden)
Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58 Zeugen Jehovas gehörten zu frühen Opfern des NS-Systems. Aufgrund ihrer religiösen Überzeugung lehnten sie den Nationalsozialismus ab. Trotz vieler Einschüchterungsversuche hielten die Zeugen Jehovas unbeeindruckt an ihren Überzeugungen fest. Da die sie keinem weltlichen "Heilbringer" die Ehre erweisen wollten, verweigerten sie den Hitler-Gruß. Unter Berufung auf das christliche Gebot "Du sollst nicht töten" verweigerten sie auch den Kriegsdienst und die Arbeit in Rüstungsbetrieben. 10.000 von ihnen wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern eingesperrt. Im Frauen-KZ Moringen waren die Zeuginnen Jehovas die größte Häftlingsgruppe. Welche Hafterfahrungen machten die Zeuginnen Jehovas in Moringen? Wie sah der Alltag der Häftlinge aus? Was geschah mit den Zeuginnen Jehovas nach der Auflösung des Frauen-KZs im Jahr 1938 als viele von ihnen in die Lichtenburg von dort später in das Frauen-KZ Ravensbrück deportiert wurden? Und was folgte nach der Befreiung?