KZ-Gedenkstätte Moringen

Mitten in der südniedersächsischen Kleinstadt Moringen bestanden zwischen 1933 und 1945 drei Konzentrationslager.

Moringen (ist) aufgrund seiner besonderen Geschichte ein Erinnerungsort mit exem- plarischem Charakter und von nationalem Rang. (F. Heiligenstadt)
Ich kann nur bewundern, dass sich heut´ junge Menschen dafür interessieren, was mit uns jungen Menschen damals geschehen ist. (K. Schindler)

In der KZ-Gedenkstätte Moringen arbeiten jugendliche Freiwillige gemeinsam mit ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen.

 

 

Wir nehmen uns Zeit, Ihren Besuch der Gedenk-stätte individuell zu planen. Gern beraten wir Sie auch über unsere ortsungebundenen Angebote.

Ich schätze besonders die engagierte Arbeit der Gedenkstätte mit Jugendlichen, um die Erinnerung an diesen Ort der Unterdrückung wachzuhalten. (S. Karnehm-Wolf)

Unser Archiv steht ehemaligen Häftlingen, Schülern und Forschenden offen. Eine
Datenbank erleichtert uns den Zugriff.

Anfragen von Angehörigen ehemaliger Häftlinge nehmen stetig zu. Schicksalsklärung ist ein wichtiges Feld unserer Arbeit. (D. Sedlaczek)

Neuigkeiten und Veranstaltungen

 

Bewerbung für ein FSJ-Politik 2019/20

nähere Informationen

 

8. März – 29. März 2019

„Schwestern, vergesst uns nicht“

Ausstellung mit Kohlezeichnungen von Hedwig Regnart.

Widerstandskämpferin und Häftling im Frauen-KZ Moringen (1936–37)

Ort: Foyer der Landkreisverwaltung Medenheimer Str. 6/8, Northeim

In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Northeim

Viele ihrer Erfahrungen hat die Fürther Widerstandskämpferin Hedwig Regnart in ausdrucksstarken Kohlezeichnungen dargestellt. Als Autodidaktin zeichnete sie Bilder von der Not der Bevölkerung nach den beiden Weltkriegen. Immer wieder thematisieren ihre Zeichnungen Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus. Viele Bilder zeigen Menschen in der Isolation der Einzelhaft, die auch sie selbst mehrmals für Monate erdulden musste. Hedwig Regnart hatte ihre Zeichnungen nie für eine Ausstellung vorgesehen. Sie zeichnete, um das Erlebte zu verarbeiten. Für uns heute sind diese Bilder eine historische Quelle: Dokumente über den politischen Widerstand, ausgeführt von Frauen, deren Beitrag im Kampf gegen den Nationalsozialismus lange Zeit wenig Beachtung und Anerkennung erfuhr.

 

 

 

 

Freitag, 8. März 2019, 16.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung„ Schwestern, vergesst uns nicht“

Ort: Foyer der Landkreisverwaltung

Medenheimer Str. 6/8, Northeim

  

 

 

Mittwoch, 13. März 2019, 19.30 Uhr

Szenische Lesung „Lerne mit dem Herzen zu denken.

Zwei kurze Leben im Widerstand“

Mit Dr. Frauke Geyken und Johanna Kunze

Ort: Bürgersaal des St.-Blasien Klosters, Am Münster, Northeim

Was ist Widerstand, wo beginnt er und wie wird er im Nachkriegsdeutschland bewertet? Warum wird aus einer Person ein Vorbild und Idol und aus der anderen nicht?

Sophie Scholl und Cato Bontjes van Beek engagieren sich beide im Widerstand gegen die Nationalsozialisten.

Beide produzieren und verteilen systemkritische Flugblätter. Beide werden dafür verhaftet und kurz nacheinander hingerichtet. Doch nach dem Krieg wird Sophie Scholl zum Synonym für couragierten Widerstand und Cato Bontjes van Beek wird als Mitglied der sog. „Roten Kapelle“, deren Mitglieder auch im Moringer Jugend-KZ inhaftiert waren, sogar die Anerkennung als Opfer des NS-Staates verwehrt.

Erst 1958, nach langen juristischen Auseinandersetzungen mit dem Land Niedersachsen, wurde ihr dieser Status zuerkannt. Die szenische Lesung „Lerne mit dem Herzen zu denken. Zwei kurze Leben im Widerstand“ von der Historikerin Dr. Frauke Geyken und der Schauspielerin Johanna Kunze stellt die Biografien der jungen Frauen nebeneinander. Sie zeigt, wie Widerstand im Alltag Platz fand. Und sie beleuchtet, wie das junge Nachkriegsdeutschland nicht das erlittene Unrecht würdigte, sondern ideologisch zwischen „guten“ (Weiße Rose) und „fragwürdigen“, weil kommunistischen (Rote Kapelle) Widerstandsgruppenunterschied.

Gefördert von der Gleichstellungsstelle des Landkreises Northeim 

 

 

Freitag, 15. März 2019, 15.00 Uhr

Öffentliche Führung zu den Moringer Konzentrationslagern

Mit Mattis Binner

(Bitte anmelden)

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

Die Kleinstadt Moringen war zwischen 1933 und 1945 Standort von drei nacheinander bestehenden nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Bereits im April 1933 wurde in den Gebäuden des Landeswerkhauses ein KZ für männliche politische Gegner des Regimes eingerichtet; aus einer Schutzhaftabteilung für Frauen entwickelte sich hier das zentrale Frauen-KZ Preußens. Ab 1940 war in den Gebäuden ein Konzentrationslager für minderjährige männliche Jugendliche. Der Rundgang führt durch die neue Ausstellung und Präsentation zur Ankunft der Häftlinge in der ehemaligen Kommandantur und endet mit einem Besuch des Gräberfeldes für die Opfer des Jugend-KZ auf dem Moringer Friedhof.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms Kulturbonus vom Landschaftsverband Südniedersachsen.

 

 

Freitag, 22. März 2019, 15.00 Uhr

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Schwestern, vergesst uns nicht“

Treffpunkt: Foyer der Landkreisverwaltung, Medenheimer Str. 6/8, Northeim

(Bitte anmelden)

Nähere Informationen und Anmeldung: 05554/2520, info@gedenkstaettemoringen.de

 

 

Samstag, 23. März 2019, 15.00 Uhr

Öffentliche Führung zum Frauen-KZ Moringen

Mit Annegrit Berghof

(Bitte anmelden)

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Straße 58, Moringen

Zwischen Oktober 1933 und März 1938 wurden in Moringen annähernd 1.400 Frauen inhaftiert, zumeist Zeuginnen Jehovas und Frauen aus dem politischen Widerstand. „Rassenschande“, abfällige Äußerungen über das NS-System, eine Remigration ins Deutsche Reich und andere Gründe konnten ebenfalls zu einer Inhaftierung führen. In Moringen zeigt sich, dass Widerstand, ganz gleich, ob politisch, gesellschaftlich oder religiös, auch weiblich war und dass auch couragierte Frauen Opfer von Verfolgung und Gewalt wurden.

Nähere Informationen und Anmeldung: 05554/2520, info@gedenkstaettemoringen.de

 

 

 

Dienstag, 26. März 2019, 20.00 Uhr

Filmvorführung

„Anna, ich habe Angst und dich.“

Dokumentarfilm über die Widerstandskämpferin Anna Pröll

Ort: Kino Neue Schauburg, Markt 10, Northeim

In Kooperation mit dem Förderverein der KGS Moringen

Am Filmkunsttag zeigt die KZ-Gedenkstätte Moringen den Dokumentarfilm lm „Anna, ich habe Angst um dich“, einen Film über Anna Pröll, Augsburger Widerstandskämpferin und Häftling des Frauen-KZ Moringen. Anna Pröll leistete aktiven Widerstand gegen die Nationalsozialisten und wurde wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ mit Gefängnis und Konzentrationslagerhaft in Moringen bestraft.

Josef Pröll, Sohn von Anna Pröll und Regisseur des Films, wird bei der Filmvorführung anwesend sein. Anschließend besteht Gelegenheit zu einem Gespräch.

 

 

Mittwoch, 27. März 2019

Filmvorführung

„Anna, ich habe Angst und dich.“

Dokumentarfilm über die Widerstandskämpferin Anna Pröll

Nicht öffentliche Schulaufführung

Ort: KGS Moringen

 

 

 

 

Mittwoch, 27. März 2019, 15.00 Uhr

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Schwestern, vergesst uns nicht“

Treffpunkt: Foyer der Landkreisverwaltung, Medenheimer Str. 6/8, Northeim

(Bitte anmelden)

Nähere Informationen und Anmeldung: 05554/2520, info@gedenkstaettemoringen.de

 

 

 

Sonntag, 19. Mai 2019, 10.30 Uhr

Internationaler Museumstag: Museen – Zukunft lebendiger Traditionen.

Öffentliche Führung zu den Moringer Konzentrationslagern

Mit Arne Droldner

(Bitte anmelden)

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

Es bedarf einer lebendigen Tradition des Erinnerns, um aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Die KZ-Gedenkstätte Moringen bietet an diesem internationalen Museumstag eine Führung zu den drei zwischen 1933 und 1945 in Moringen befindlichen Konzentrationslagern an. An diesen lassen sich beispielhaft die Ideologie und das sich radikalisierende Repressionssystem des NS-Staates aufzeigen.

Nähere Informationen und Anmeldung: 05554/2520, info@gedenkstaettemoringen.de

 

 

 

Samstag, 22. Juni 2019, 15.00 Uhr

Öffentliche Führung zu den Moringer Konzentrationslagern

Mit Miriam Hockmann

(Bitte anmelden)

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

 Die Kleinstadt Moringen war zwischen 1933 und 1945 Standort von drei nacheinander bestehenden nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Bereits im April 1933 wurde in den Gebäuden des

Landeswerkhauses ein KZ für männliche politische Gegner des Regimes eingerichtet; aus einer Schutzhaftabteilung

für Frauen entwickelte sich hier das zentrale Frauen-KZ Preußens. Ab 1940 war in den Gebäuden ein Konzentrationslager für minderjährige männliche Jugendliche. Der Rundgang führt durch die neue Ausstellung und Präsentation zur Ankunft der Häftlinge in der ehemaligen Kommandantur und endet mit einem Besuch des Gräberfeldes für die Opfer des Jugend-KZ auf dem Moringer Friedhof.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms Kulturbonus vom Landschaftsverband Südniedersachsen.

Nähere Informationen und Anmeldung: 05554/2520, info@gedenkstaettemoringen.de

 

 

31. August – 7. September 2019

Studienreise für Jugendliche und junge Erwachsen nach Oświęcim (Auschwitz) und Krakau

Für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 17-25 Jahren bietet die KZ-Gedenkstätte Moringen eine Studienreise nach Polen an. Im Mittelpunkt der Fahrt steht ein Aufenthalt in der Gedenkstätte Auschwitz. Neben Führungen durch das Stammlager und Auschwitz-Birkenau gehört ein Arbeitseinsatz zum Erhalt des Gedenkortes zum Programm. Ein Workshop zum Thema medizinische Experimente ergänzt die inhaltliche Beschäftigung mit der Geschichte des Vernichtungsortes. Auch die nahe dem ehemaligen Konzentrationslager gelegene Stadt Oświęcim (Auschwitz) werden die Teilnehmer besuchen und dort das einstige Zentrum des jüdischen Lebens erkunden. Im Rahmen eines eintägigen Ausflugs besteht die Gelegenheit, Krakau und die Schindler-Fabrik zu besichtigen. Nähere Angaben zum Programm finden sich auf der Website der Gedenkstätte.

Die Teilnahme an der Reise setzt die Bereitschaft zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus voraus.

Geleitet wird die Studienreise von Arne Droldner( KZ-Gedenkstätte Moringen) und Stefan v.Huene (KGS Moringen).

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 200 €.

Informationen und Anmeldung als Download

Für weitere Informationen und Anmeldungen:

Stefan v. Huene, stefan.von.huene@kgsmoringen.com, 05554/9956258 oder KZ-Gedenkstätte Moringen,

info@gedenkstaette-moringen.de, 05554/2520

 

 

 

Erklärung vom 13.12.2018

Gedenkstätten zur Erinnerung an die NS-Verbrechen in Deutschland rufen auf zur Verteidigung der Demokratie 

 

 

 

 

 

 

Neue Ausstellung und Präsentation

Präsentation und Ausstellung zur Ankunft der Häftlinge und Einführung in die Geschichte der Moringer Konzentrationslager